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Fotografie vom Gebäude das Quatier

Innovation auf dem Dach: „Das Quartier“ in Bad Hersfeld 

  • Innovatives Versorgungskonzept: Rund 70 % des auf dem Dach erzeugten Solarstroms  werden direkt im Gebäude verbraucht – ein Spitzenwert für das im Januar eröffnete Quartier.
  • Wirtschaftlicher Hebel: Mieter profitieren durch die „gemeinschaftliche Gebäudeversorgung“ ohne bürokratischen Aufwand von attraktiven Stromkonditionen.
  • Pilotprojekt für die Region: Ein gemeinsam mit den Stadtwerken Bad Hersfeld entwickeltes Messkonzept dient als Vorbild für die lokale Energiewende.

Bad Hersfeld, 20. April 2026 – Während viele über die Notwendigkeit von Photovoltaik auf deutschen Dächern diskutieren, liefert der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg, eine Zweigniederlassung der Volksbank Mittelhessen eG, gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft, der VR-Immobilien und Service GmbH, eine wegweisende Antwort auf die Frage nach der effizienten Stromnutzung. Mit der offiziellen Inbetriebnahme der großflächigen PV-Anlage auf dem im Januar 2026 neu eröffneten „Das Quartier Bad Hersfeld“ startet - in Kooperation mit der Stadtwerke Bad Hersfeld GmbH - ein im Landkreis bisher einzigartiges Pilotprojekt zur gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung.

Hoher Eigenstromanteil durch gemeinschaftliche Gebäudeversorgung 

Im „Das Quartier Bad Hersfeld“ – dem modernen Multifunktionsgebäude am Standort des ehemaligen Herkules-Centers – wird die Energie dort verbraucht, wo sie entsteht. Mit einer Leistung von 600 kWp produziert die Anlage jährlich rund 600.000 kWh grünen Strom. 70 % dieser Energie werden direkt vor Ort genutzt: für den Gebäudebetrieb, die schrankenlose Parktechnik und vor allem durch die Mieter in den Gewerbe- und Gastronomieflächen. 

Wirtschaftlicher Hebel für Mieter und Entlastung für Netze

Für die Mieter des Quartiers ist das Modell besonders attraktiv. Durch die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung profitieren sie von günstigen Stromverträgen ohne die bürokratische Komplexität herkömmlicher Mieterstrommodelle. „Wir verstehen uns nicht nur als Verwalter des Gebäudes, sondern als moderner Immobiliendienstleister. Nachhaltige Energie entsteht für uns dann, wenn sie dort genutzt wird, wo sie erzeugt wird“, erklärt Luis Beisheim, Geschäftsführer der VR-Immobilien & Service GmbH und treibende Kraft hinter dem Konzept. „Mit diesem Projekt zeigen wir, wie sich Energieeffizienz, moderne Nutzung und lokale Infrastruktur gewinnbringend für alle Beteiligten überschneiden.“ 

Innovatives Messkonzept als Pilotprojekt 

Ein entscheidender Baustein für den Erfolg ist die Kooperation mit den Stadtwerken Bad Hersfeld. Gemeinsam wurde ein spezielles Messkonzept entwickelt, das präzise bestimmt, welcher Anteil des Verbrauchs aus der hauseigenen PV-Anlage stammt und wann Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen wird. Da die gesetzliche Regelung zur Weitergabe von Strom an Mieter in dieser Form noch recht jung ist, nimmt das Projekt eine Vorreiterrolle ein. „Dieses Pilotprojekt ist ein Musterbeispiel für die lokale Energiewende“, ergänzt Martin Kurtz, Vertriebsleiter der Stadtwerke Bad Hersfeld. „Durch die direkte Nutzung vor Ort entlasten wir die öffentlichen Stromnetze und schaffen ein zukunftsfähiges Modell, das zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen regionalen Partnern und innovativen Eigentümern wie der Volksbank Mittelhessen funktioniert.“

Zukunftsorientierte Standortentwicklung abgeschlossen

Nach dem umfangreichen Umbau des Multifunktionsgebäudes, der im Januar 2026 abgeschlossen wurde, ist „Das Quartier“ heute ein zentraler Bestandteil des neuen Eingangsbereichs der Bad Hersfelder Innenstadt. Neben 288 modernen Parkplätzen und der digitalen VReddy-App setzt das Gebäude nun auch ökologisch ein Ausrufezeichen für die Region.

Fotografie vom Gebäude das Quatier
Blick von oben auf das Quartier Bad Hersfeld: Die großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert nachhaltigen Strom, von dem rund 70 Prozent direkt im Gebäude genutzt werden.

Die Volksbank Mittelhessen

Nach den Fusionen mit dem VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg, der Raiffeisenbank im Hochtaunus sowie den Volksbanken Schupbach und Feldatal kommt die Volksbank Mittelhessen auf eine Bilanzsumme von 14,2 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2025). Damit gehört die Volksbank Mittelhessen zu den größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Das Geschäftsgebiet der 1858 gegründeten Bank reicht von Frankenberg im Norden bis kurz vor Frankfurt und im Westen von der Residenzstadt Weilburg bzw. der Stadt Bad Laasphe (Kreis Siegen-Wittgenstein) bis nach Gerstungen im Wartburgkreis hinter der thüringischen Grenze. Von den aktuell 448.573 Kunden sind 223.529 auch Mitglieder und somit Teilhaber der Genossenschaft. Der Unternehmenssitz ist Gießen, Stammhäuser befinden sich außerdem in Marburg, Wetzlar, Bad Nauheim und Bad Hersfeld (Zweigniederlassung VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg). Zum Stichtag 31. Dezember 2025 betrieb die Volksbank Mittelhessen insgesamt 84 Geschäftsstellen und 51 Selbstbedienungs-Standorte sowie 163 Geldautomaten. Insgesamt arbeiteten zum Stichtag 1.578 Mitarbeiter für das Unternehmen, davon befinden sich 92 in Ausbildung.