Das ändert sich 2020

Mindestlohn, Erhöhung Kinderzuschlag, neuer Co2 Grenzwert,..

Mit welchen Änderungen müssen Verbraucher in 2020 rechnen? Die wichtigsten Änderungen haben wir für Sie zusammengefasst.

Änderungen ab Januar 2020

  • Gesetzlicher Mindestlohn steigt
    Der Mindestlohn steigt von derzeit 9,19 € auf 9,35 € an.

  • Mindestvergütung für Auszubildende
    Im neuen Jahr bekommen auch Auszubildende erstmals einen eigenen Mindestlohn. Betriebe müssen ihren Auszubildenden mindestens 515 Euro pro Monat zahlen.

    Weitere Neuerungen:
    - Zudem soll eine Teilzeitberufsausbildung für alle Azubis möglich werden.
    Künftig steht dieser Weg insbesondere auch Geflüchteten, lernbeeinträchtigten Menschen sowie Menschen mit Behinderungen offen - vorausgesetzt der Ausbildungsbetrieb stimmt zu.
    - Es wird am Vortag einer wichtigen Prüfung einen zusätzlichen Lerntag geben.
 
  • Grundfreibetrag erhöht sich
    Ab 2020 steigt der Grundfreibetrag auf 9.408 Euro.

  • Erhöhung Kinderzuschlag und -freibetrag
    Die Unterstützung für einkommensschwache Familien liegt ab 2020 bei 185,00 €. Die oberen Einkommensgrenzen fallen weg und das Einkommen wird nur noch zu 45 % angerechnet, wenn es über den eigenen Bedarf hinaus geht.

    Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 5.172,00 € für zusammen veranlagte Eltern, ansonsten auf 2486 Euro je Elternteil.
    Zusätzlich dazu gibt es einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Dieser liegt bei 2640 Euro. Für die Ermittlung der Einkommensteuer werden die beiden Freibeträge zusammengerechnet.

  • Trennungskinder bekommen mehr Unterhalt
    Ab Januar erhalten minderjährige Kinder von getrenntlebenden Eltern mehr Unterhalt. So steigen die Sätze in der untersten Einkommensgruppe um 15 bis 21 Euro im Monat.

    Der Mindestunterhalt wird wie folgt gestaffelt:
    - Kinder unter 6 Jahren: 369 €
    - Kinder zwischen 6 -11 Jahren: 424 €
    - Kinder von 12 - 17 Jahren: 497 €
    - Volljährige Kinder: 530€

    Der Bedarfssatz von Studenten, die nicht bei den Eltern wohnen, steigt deutlich von 735 auf 860 Euro.

  • Befreiung der Pflegekosten der Eltern bis Bruttogehalt 100.000 €
    Die Kinder von Pflegebedürftigen sollen künftig in den meisten Fällen von den Kosten fürs Pflegeheim befreit werden. Sie müssen erst ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 100.000 € finanziell an der Pflege der Eltern beteiligen.

  • Mehr Arbeitslosengeld
    Es wird 1,88 % mehr an Erwachsene, Kinder und Jugendliche ausgezahlt.

  • Bundes-Teihaber-Gesetz
    Mit dem Bundes-Teilhabe-Gesetz ändern sich viele Leistungen für Menschen mit Behinderung. Dies betrifft vor allem die Leistungen Menschen, die in einer Einrichtung leben.

  • Elektrolieferfahrzeuge - Besonderheiten
    Ab 2020 besteht die Möglichkeit, beim Kauf eines Elektrofahrzeuges, neben der normalen Abschreibung, eine 50 %ige Sonderabschreibung für Elektrofahrzeuge vorzunehmen.

    Weiter soll ab dem 01.01. eine steuerliche Vergünstigung für Gewerbe greifen, jedoch nur für E-Fahrzeuge, für die ab dem 01.01.2020 Leasingverträge abgeschlossen werden. Demnach soll für diese E-Fahrzeuge und Hybridfahrzeuge, bei denen der zu versteuernde Privatanteil halbiert wird, bei der Hinzuziehung zum Gewerbeertrag nur noch die Hälfte der anteiligen Leasingraten berücksichtigt werden.

  • Intelligenter Stromzähler
    Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh müssen ein Messsystem einbauen, welcher nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Daten an den Stromversorger und Netzbetreiber übermittelt.

  • Neuer Co2-Grenzwert
    Zugelassene Neuwagen dürfen nicht mehr als 95g Co2/km ausstoßen.

  • Höhere Bußgelder
    Die Bundesregierung hat höhere Bußgelder ab 2020 für sich rücksichtslos und/oder gefährdend verhaltende Verkehrsteilnehmer beschlossen.

  • Kassenbon-Pflicht
    Ab 2020 müssen Kunden künftig bei jedem Einkauf einen Beleg erhalten, in Papierform oder elektronisch. Und zwar auch dort, wo das in der Vergangenheit eigentlich nicht üblich war wie z. B. beim Bäcker oder in der Eisdiele.

Änderungen ab März 2019

  • Impfpflicht gegen Masern
    Zum Schutz vor hoch ansteckenden Masern gibt es ab März 2020 eine Impfpflicht für Kinder in Kitas und Schulen. Eltern müssen dann vor der Aufnahme nachweisen, dass ihre Kinder geimpft sind.
    Für Kinder, die schon zur Kita oder in die Schule gehen, gilt eine verlängerte Frist bis zum 31. Juli 2021. Bei Verstößen drohen bis zu 2500 Euro Bußgeld.