Workshop: Kommunen und Gesundheitswesen

Rückblick zur Veranstaltung am 4. Juni 2014

Ist eine flächendeckende medizinische Versorgung der Landbevölkerung heute noch möglich?
Diese zentrale Fragestellung beschäftigt aktuell zunehmend Ärzte und Kommunen in Deutschland. Etwa ein Drittel aller deutschen Hausärzte ist bereits über sechzig Jahre alt und es gibt keine Nachfolger für den ländlichen Raum. So zeigen junge Nachwuchsärzte kaum mehr Interesse, eine Praxis auf dem Lande zu übernehmen. In den meisten Fällen ist ein solcher Standort finanziell kaum lohnenswert.

Zwar hat die Politik bereits reagiert und im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung erste Lösungsansätze formuliert. Die Gründung Medizinischer Versorgungszentren stellt dabei unter anderem ein zentrales Ziel dar. Dennoch bleiben bis zur Umsetzung noch zahlreiche Fragestellungen offen.

Für diese galt es am Abend des 4. Juni im Rahmen eines gemeinsamen Workshops von Vertretern der Kommunen und der lokalen Ärzteschaft erste Impulse und Anknüpfungspunkte für die Region Mittelhessen zu erarbeiten. Unter dem Motto "Wissen macht stark - Praxis macht fit" bringt die Volksbank Mittelhessen regelmäßig regionale Unternehmer, Mediziner und kommunale Entscheidungsträger zusammen, um den gemeinsamen Informations- und Gedankenaustausch zu fördern.
 
Begleitet wurde der Abend von dem renommierten Rechtsanwalt Hans-Joachim Schade. Schade ist Initiator des Comunomed-Institutes für Gesundheit und Soziales. Die Einrichtung beschäftigt sich mit der Moderation und dem Projektmanagement kommunaler Gesundheitsprojekte der Neustrukturierung, welche bedingt durch den massiven Haus- und Facharztmangel im ländlichen und sozial schwachen, urbanen Raum ins Leben gerufen werden.

Um Ärzte, Apotheker sowie Kommunen gezielt zu unterstützen, hat die Volksbank Mittelhessen bereits im Jahr 2007 die Fachabteilungen "medService" und "Spezialfinanzierungen und Kommunen" gegründet. Beide Teams verfügen über sehr gute Kenntnisse und umfangreiche Erfahrungen in ihren Fachgebieten. Mit dem genossenschaftlichen Anspruch der „Hilfe zur Selbsthilfe“ konnten so an diesem Abend Akteure der kommunalen Verwaltung und Leistungserbringer im Gesundheitswesen zusammengebracht und Ursachen des Ärztemangels und mögliche Lösungsansätze diskutiert werden.

 

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